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Surftechnik: die wichtigsten Techniken für Anfänger und Fortgeschrittene

Surferin steht sicher auf einem gelben Softboard und reitet eine kleine Welle an der Atlantikküste

Was bedeutet gute Surftechnik?

Zuletzt aktualisiert: Juli 2026

Surftechnik bezeichnet die Gesamtheit der koordinierten Bewegungsabläufe beim Wellenreiten, vom richtigen Paddeln über den Take-Off bis zu ersten Manövern wie Bottom Turn und Cut Back. Wer die grundlegenden Techniken beherrscht, reitet sicherer, effizienter und macht schneller Fortschritte.

Saltwater im Gesicht, Rauschen der Welle unter dem Brett, und dann der Moment, in dem du aufstehst und surfst. Genau dorthin führt dich gute Surftechnik. Ob du noch nie auf einem Surfbrett gestanden hast oder schon deine ersten Wellen geritten bist: mit dem richtigen Technik-Wissen kommst du schneller voran, vermeidest typische Anfängerfehler und machst das Surfen zu einem echten Flow-Erlebnis. Wer die physikalischen Grundlagen zuerst verstehen möchte, findet sie in unserem Guide „Wie entstehen Wellen".

Was ist Surftechnik, und warum macht sie den Unterschied?

  • Surftechnik umfasst Paddeln, Take-Off, Stand, Wellenwahl und Manöver
  • Technik vor Kondition: wer falsch paddelt, kämpft gegen das Wasser statt mit ihm
  • Kleine Korrekturen beim Take-Off verhindern die häufigsten Stürze
  • Gute Technik macht Surfen für alle Fitnesslevel zugänglich

Surftechnik ist das Fundament, auf dem jedes Wellenreiten aufbaut. Sie beschreibt alle koordinierten Bewegungsabläufe, von der ersten Paddelphase bis zum sauberen Aufstehen auf dem Brett und den ersten Richtungswechseln in der Welle. Wer ohne Technik-Grundlagen ins Wasser springt, kämpft: gegen die Wellen, gegen das Brett, gegen den eigenen Körper.

ZeitraumMeilensteinFokus
Tag 1Paddeln: Liegeposition und ArmbewegungGrundlagen am Strand
Tag 1–2Take-Off, Pop-Up, Grundstellung (Regular / Goofy)Erste Trockenübungen
Tag 2–4Weißwasser: erste Wellen, Duck DiveErste Erfolge im Wasser
Tag 4–6Grüne Wellen: Wellenwahl und TimingSicherer werden
Woche 2+Erstes Manöver: Bottom Turn, Cut BackErste Richtungswechsel

Surftechnik-Lernprogression: Von der ersten Paddelbewegung im Weißwasser bis zum ersten Manöver in der grünen Welle. Die Lerngeschwindigkeit variiert je nach Trainingshäufigkeit und Wellenbedingungen, mit täglichem Unterricht im Surfcamp ist Stufe 4 oft schon in einer Woche erreichbar. Stand: Juli 2026.

Entscheidend dabei: Surftechnik ist keine Frage der Fitness, sondern der Körperkoordination und des Timings. Wer die Bewegungsabläufe versteht und übt, macht schneller Fortschritte als jemand, der stundenlang paddelt ohne Feedback. Deshalb sparen Anfänger tatsächlich Zeit, wenn sie sich zunächst die Grundpositionen und Abläufe erarbeiten, am Strand, bevor es ins Wasser geht.

Surfschüler mit ihren Surfboards auf dem Weg ins Wasser bei Abendstimmung an der Atlantikküste

Richtig paddeln: die Grundlage von allem

  • Liegeposition: Brust angehoben, Bauchnabel als Mittelpunkt auf dem Brett
  • Arme abwechselnd in einem langen S-Bogen durchziehen
  • Blick bleibt geradeaus zur Welle, nicht aufs Brett
  • Schulterbreiter Griffansatz, Finger locker zusammen
  • Gleichmäßiger Rhythmus schlägt reine Kraft

Paddeln ist die Technik, mit der du als Surfanfänger die meiste Zeit verbringst, und die du am schnellsten verbessern kannst. Die richtige Paddeltechnik entscheidet darüber, ob du die Welle überhaupt rechtzeitig erreichst und genug Fahrt aufbaust, um aufzustehen.

Die optimale Liegeposition auf dem Surfbrett

Der Bauchnabel liegt ungefähr auf der Mitte des Boards, die Brust ist leicht angehoben. Liegst du zu weit vorne, taucht die Nase (das vordere Ende des Bretts) ins Wasser, ein sogenanntes Pearling, das dich sofort abwirft. Liegst du zu weit hinten, bremst du das Brett aus und verpasst die Welle. Eine einfache Probe: Drück die Brust kurz hoch und schau, ob die Nose leicht aus dem Wasser zeigt. Passt die Position, liegt das Brett flach und du gleitest sauber.

5 häufige Paddelfehler, und wie du sie sofort korrigierst

Viele Anfänger kämpfen beim Paddeln gegen unnötigen Widerstand. Diese fünf Fehler tauchen besonders häufig auf:

  1. Zu flach paddeln: Der Arm streifte nur die Oberfläche. Tauche die Hand senkrecht ein und ziehe tief durch.
  2. Kopf zu tief halten: Der Nacken knickt ein, Sicht und Körperspannung leiden. Blick bleibt auf die Welle gerichtet.
  3. Zu weit hinten auf dem Brett liegen: Das Heck sinkt, die Nose steht hoch, Bremswirkung pur. Rutsch etwas nach vorne.
  4. Zu kurze Züge: Schnelles Planschen bringt wenig Vortrieb. Lange, kraftvolle Züge bis zur Hüfte sind effizienter.
  5. Falsches Timing: Zu früh paddeln, bevor die Welle nah genug ist, macht müde. Auf den richtigen Moment warten, und dann Gas geben.

Der Take-Off: so stehst du auf dem Brett auf

  • Drei Techniken: Pop-Up, 2-Schritte und 3-Schritte
  • Pop-Up ist der Standard für die meisten Surfer
  • Trockenübungen am Strand beschleunigen den Lernprozess deutlich
  • Knie-Aufstützen beim Take-Off ist der Klassiker-Fehler, besser: beide Füße gleichzeitig

Der Take-Off, also das Aufstehen auf dem Surfbrett, ist der technisch anspruchsvollste Moment für Anfänger. Drei Varianten haben sich etabliert, jede mit eigenen Vor- und Nachteilen.

Welche Take-Off-Technik passt zu dir?

Eine Frage, und du weißt sofort, womit du starten solltest.

Welche Aussage passt am besten zu dir?

Dein Einstieg

Der Pop-Up

Der Pop-Up ist die Profi-Methode: In einem einzigen Sprung kommen beide Füße gleichzeitig aufs Brett. Trainiere ihn intensiv am Strand mit Trockenübungen, bevor du ins Wasser gehst, dann sitzt der Bewegungsablauf schnell. Perfekt für Softboards ab 7 Fuß.

Take-Off im Surfkurs perfektionieren

Dein Einstieg

Die 3-Schritte-Technik

Bei der 3-Schritte-Technik stehst du in drei kontrollierten Bewegungen auf: erst die Hände unter die Schultern, dann ein Knie nach vorne, dann beide Füße in Position. Langsamer als der Pop-Up, aber viel besser für bewusstes Lernen der richtigen Fußstellung. Ideal auf breiten Anfänger-Boards.

Mehr erfahren im Surfkurs

Dein Einstieg

Die 2-Schritte-Technik

Die 2-Schritte-Technik ist der sinnvolle Zwischenschritt: erst die Hände und Brust heben, dann beide Beine gleichzeitig in Surfposition bringen. Du gewinnst Kontrolle ohne die volle Pop-Up-Dynamik. Gut geeignet, wenn du auf Boards zwischen 7 und 8 Fuß unterwegs bist.

Technik im Kurs festigen
Surfer steht jubelnd auf seinem Softboard nach einem erfolgreichen Take-Off im Weißwasser

Die Techniken zum Take-Off im Überblick

TechnikAblaufGeeignet für
Pop-UpBeide Füße gleichzeitig in einem Sprung auf das Brett bringen, wie ein Liegestütz, der in Stand endetFortgeschrittene Anfänger, kürzere Boards, schnelle Wellen
2-SchritteHinterer Fuß zuerst setzen, dann vorderer Fuß nachziehenAnfänger mit Koordinationsschwierigkeiten, mittelgroße Boards
3-SchritteKnie kurz aufstützen als Hilfs-Zwischenschritt, dann Füße positionieren und aufstehenAbsolute Anfänger, große Softboards, als Übergangslösung

Das Ziel bleibt bei allen drei Varianten dasselbe: Du stehst mit beiden Füßen schulterbreit auf dem Brett, leicht gebeugte Knie, Arme locker auf Hüfthöhe für Balance. Den Pop-Up üben die meisten Surfer ein, sobald die Koordination sitzt, er ist schneller und eignet sich für alle Wellen-Typen.

Trockenübungen am Strand: so trainierst du den Take-Off

Markiere am Strand mit einem Handtuch oder Stöckchen die Umrisse deines Boards auf dem Sand. Leg dich in die Paddelhaltung und übe den Pop-Up zehnmal hintereinander, bis der Bewegungsablauf flüssig und automatisch wird. Achte dabei auf drei Punkte: Hände neben der Brust (nicht neben den Hüften), beide Füße landen gleichzeitig, Blick geht sofort in die Fahrtrichtung, nicht aufs Brett. Wer diesen Ablauf am Strand automatisiert hat, spart im Wasser wertvolle Sekunden.

Trockenübung: Take-Off in 6 Schritten

Mit diesen 6 Schritten sitzt der Bewegungsablauf, bevor du zum ersten Mal ins Wasser gehst.

  1. Lege das Surfboard flach auf den Sand und markiere die Fußpositionen mit Klebeband oder einem Strich.
  2. Lege dich flach aufs Brett: Brust 10 – 15 cm hinter der Nose, Körper mittig ausgerichtet, Arme seitlich am Körper.
  3. Lege beide Handflächen schulterbreit unter deine Brust, wie beim Liegestütz, Ellbogen nah am Körper.
  4. Drücke dich explosiv hoch: Arme strecken, Brust hebt sich, gleichzeitig beide Füße in die markierte Position bringen, kein Knie auf dem Brett!
  5. Prüfe deine Landung: Füße schulterbreit, Vorderfuß quer zur Board-Achse, Knie leicht gebeugt, Schwerpunkt tief.
  6. Führe den kompletten Ablauf mindestens 10 Mal hintereinander aus, bis er sich automatisch und flüssig anfühlt.

Tipp vom Surflehrer: Bitte jemanden, dich beim Üben zu filmen. Schon ein kurzes Handy-Video zeigt dir sofort, ob du auf dem Knie landest oder die Füße zu weit auseinander setzt.

Tipp: Lass dir im Surfkurs von einem erfahrenen Surflehrer direkt Feedback zur Liegeposition und zum Take-Off geben. Kleine Korrekturen beim ersten Versuch verhindern, dass sich schlechte Gewohnheiten einschleifen, das spart Wochen.

Gruppe von Surfern mit unterschiedlichen Surfboards posiert am Strand in Frankreich

Regular oder Goofy, welcher Stand ist deiner?

Beim Surfen gibt es zwei Grundstellungen: Regular und Goofy. Regular bedeutet, du surfst mit dem linken Fuß vorne. Goofy ist das Gegenteil, rechter Fuß vorne. Keine der beiden Varianten ist besser oder schlechter, sie hängt schlicht davon ab, welche Seite deine natürliche Schutzseite ist.

Drei schnelle Selbsttests helfen dir beim Herausfinden:

  • Schubser-Test: Stell dich aufrecht hin und lass jemanden dich unerwartet leicht von hinten anstoßen. Welcher Fuß geht automatisch vor? Das ist dein vorderer Fuß.
  • Skateboard-Test: Stell dir vor, du fährst ein Skateboard an. Mit welchem Fuß schiebst du ab? Der andere ist vorne.
  • Treppenstufen-Test: Welchen Fuß setzt du zuerst auf eine Treppenstufe? Das ist meist dein vorderer Fuß.

Wer Rechtshänder ist, surft meistens Regular, aber nicht immer. Probiere beide Varianten kurz aus; die richtige fühlt sich sofort stabiler und natürlicher an.

Silhouette eines Surfers beim Wellenreiten in einer brechenden Atlantikwelle

Die richtige Welle erwischen: Timing für Anfänger

  • Weißwasser (Schaumwellen) sind ideal für Einsteiger
  • Grüne, ungebrochene Wellen kommen nach dem Weißwasser-Stadium
  • Paddeln beginnt, wenn die Welle noch 5–8 Meter entfernt ist
  • Der richtige Moment zum Aufstehen: wenn das Brett spürbar Fahrt aufnimmt

Weißwasser bezeichnet bereits gebrochene Wellen, die als Schaum auf dich zukommen, alles Wichtige dazu liest du in unserem Guide zum Weißwasser surfen. Für Anfänger sind sie perfekt: Sie schieben das Brett zuverlässig an, ohne viel Timing-Präzision zu verlangen. Sobald du im Weißwasser sicher aufstehst, folgt der nächste Schritt: Unser Guide zu Grüne Wellen zeigt dir, wie du die noch ungebrochene Wellenwand sicher reitest, die mehr Fahrt, aber auch mehr Timing verlangt.

Die wichtigste Faustregel beim Wellentiming: Paddel früh genug los, damit das Brett schon Fahrt hat, wenn die Welle dich trifft. Wer zu spät paddelt, lässt die Welle unter sich durchlaufen. Wer zu früh aufsteht, verliert den Schwung. Das Gefühl, wann das Brett selbstständig beschleunigt, dieser Moment ist dein grünes Licht für den Take-Off.

Duck Dive vs. Turtle Roll: Wellen durchtauchen

  • Duck Dive: Brett unter die brechende Welle drücken, für kürzere Boards
  • Turtle Roll: Brett umdrehen und festhalten, während die Welle drüberrollt, für große Boards
  • Entscheidungshilfe: Boards unter ca. 7 Fuß → Duck Dive; Boards 7 Fuß und größer → Turtle Roll

Bevor du im Line-Up surfst, musst du durch die brechenden Wellen hindurch. Dafür gibt es zwei Techniken, und welche du nutzt, hängt von der Größe deines Surfbretts ab.

Duck Dive oder Turtle Roll, was ist richtig für dich?

Die Antwort hängt fast ausschließlich von deinem Board ab. Eine Frage entscheidet alles.

Wie lang ist dein Surfboard?

Deine Technik

Der Duck Dive

Dein Board ist kompakt genug, um es unter Wasser zu drücken. Der Duck Dive ist effizienter und schont deine Kraft, du kommst schneller und mit weniger Abdrift durch brechende Wellen.

  • Hände auf die Rails, nahe an der Nose
  • Nose kraftvoll nach unten drücken, während die Welle kommt
  • Ein Knie oder den Fuß auf den Tail drücken, Board taucht komplett unter die Welle
  • Unter der Welle nach oben steuern und auftauchen
Technik im Kurs üben

Deine Technik

Die Turtle Roll

Ein Board über 7 Fuß lässt sich nicht unter Wasser drücken, zu viel Volumen und Auftrieb. Die Turtle Roll ist deine Lösung: Du drehst dich mit dem Board einfach um.

  • Beide Hände fest an die Rails, schulterbreit
  • Dich und das Board zusammen auf den Rücken drehen (Board über dir)
  • Das Board fest gegen die Welle halten, bis sie darüber gerollt ist
  • Wieder umdrehen und weiterpaddeln
Turtle Roll im Surfcamp lernen

Der Duck Dive (Durchtauchmanöver) funktioniert so: Wenige Meter vor der brechenden Welle drückst du die Nose des Bretts senkrecht nach unten, tauchst hinter dem Brett her und drückst mit einem Knie oder Fuß das Heck nach unten, damit das Brett unter der Welle durchgleitet. Danach schießt du auf der anderen Seite wieder hoch. Diese Technik braucht etwas Kraft und Übung, ist aber auf kurzen bis mittelgroßen Boards effektiv.

Die Turtle Roll (auch Eskimorolle) eignet sich für Longboards und die großen Anfänger-Softboards, die schlicht zu viel Auftrieb haben, um sie tief genug zu drücken. Du drehst dich kurz vor der Welle mit dem Brett auf den Rücken, tauchst unter die Wasseroberfläche und hältst das Board fest über dir. Die Welle rollt drüber, du rollst auf der anderen Seite zurück in die Bauch-Paddellage.

TechnikBoard-LängeSchwierigkeitWann einsetzen
Duck DiveUnter 7 Fuß (~213 cm)MittelShortboards, Funboards
Turtle Roll7 Fuß und größerLeicht lernbarLongboards, Softboards für Anfänger

Wichtig: Die Leash (Sicherheitsleine, die Brett und Fußgelenk verbindet) bleibt bei beiden Techniken angelegt. Sie verhindert, dass das Board weggeschwemmt wird und andere Surfer gefährdet.

Die 7 häufigsten Anfängerfehler beim Surfen

  • Knie beim Take-Off aufstützen
  • Blick aufs Brett statt in die Fahrtrichtung
  • Arme zu weit ausgestreckt beim Stand
  • Zu früh oder zu spät aufstehen
  • Falsches Brett für das eigene Niveau
  • Surf-Etikette ignorieren
  • Warm-Up weglassen

Typische Anfängerfehler kennen alle, die schon mal jemanden beim Surfen beobachtet haben, und sie sind leicht zu beheben, wenn man sie kennt:

  1. Knie beim Take-Off aufstützen: Das Knie als Zwischenschritt wirkt harmlos, verlangsamt aber den Aufstehprozess und bringt das Gleichgewicht durcheinander. Direkt beide Füße platzieren.
  2. Blick aufs Brett: Wer auf das eigene Brett schaut, verliert sofort das Gleichgewicht und die Orientierung zur Welle. Blick immer in Fahrtrichtung.
  3. Arme zu weit ausgestreckt: Ausgestreckte Arme über dem Kopf signalisieren Panik und verlagern das Gleichgewicht nach hinten. Arme locker auf Hüfthöhe seitlich ausbreiten.
  4. Falsches Timing beim Aufstehen: Zu früh aufstehen lässt dich vom Brett rutschen, zu spät verpasst du den Schwung der Welle. Erst aufstehen, wenn das Brett spürbar beschleunigt.
  5. Brett zu klein für das Niveau: Viele greifen zu früh zum kurzen Board. Ein längeres, breiteres Anfänger-Softboard macht das Lernen der Grundtechnik deutlich einfacher.
  6. Surf-Etikette ignorieren: Im Line-Up gibt es klare Vorfahrtsregeln. Wer sie nicht kennt, riskiert Kollisionen und Konflikte. Die wichtigste Regel: Wer am nächsten am Wellenursprung ist, hat Vorfahrt.
  7. Warm-Up auslassen: Schultern, Nacken und unterer Rücken sind beim Paddeln extrem gefordert. Wer kalt ins Wasser geht, hat deutlich höheres Verletzungsrisiko und paddelt weniger effizient.

Erste Manöver: Bottom Turn und Cut Back

Wenn Paddeln, Take-Off und Grundstellung sitzen, folgen die ersten echten Manöver. Bottom Turn bezeichnet die Kurve, die du am Fuß der Welle einleitest, er ist die Basis für alle weiteren Manöver, weil er Geschwindigkeit aufbaut und die Fahrtrichtung entlang der Wellenwand festlegt. Den Körper dabei leicht in die Kurve neigen, das Gewicht aufs hintere Bein verlagern.

Der Cut Back ist der erste Richtungswechsel zurück zur Wellenwand, wenn du zu weit in den Schaumbereich gefahren bist. Er setzt einen sauberen Bottom Turn voraus. Beide Manöver lernst du am besten unter direkter Anleitung, weil das richtige Timing hier von einem erfahrenen Blick von außen profitiert.

Der Top Turn folgt nach dem Cut Back: du fährst bis zur Wellenoberkante und biegst dort ab. Floater und weitergehende Manöver kommen danach. Für den Einstieg reichen Bottom Turn und Cut Back vollständig aus.

Bereit für deine ersten echten Wellen? Im Surfkurs an der französischen Atlantikküste lernst du all diese Techniken unter direkter Anleitung erfahrener Surflehrer, Schritt für Schritt, in kleinen Gruppen.

Zum Surfkurs

Surftechnik verbessern: Training abseits des Wassers

Wer nur im Urlaub surft, kann die Zeit zwischen den Sessions nutzen, um fit und technisch scharf zu bleiben. Balance und Koordination lassen sich gezielt trainieren:

  • Balance Board: Das Gleichgewichtstraining auf einem Balance Board simuliert die Bewegungsdynamik auf dem Surfbrett. Schon 10 bis 15 Minuten täglich verbessern die Reflexe auf dem Wasser spürbar.
  • Yoga für Surfer: Yoga stärkt die Körpermitte, verbessert die Hüftmobilität und dehnt Schultern sowie Nacken, genau die Bereiche, die beim Paddeln am stärksten beansprucht werden. Das Surf & Yoga Camp an der Atlantikküste verbindet beides direkt.
  • Schwimmtraining: Regelmäßiges Schwimmen baut die Schulterausdauer auf, die für langes Paddeln entscheidend ist. Kraulen ist dabei die surfnaheste Bewegung.
  • Video-Analyse: Lass dich beim Surfen filmen und schau dir die Aufnahmen mit deinem Surflehrer an. Fehler, die du selbst nicht merkst, fallen auf dem Bildschirm sofort auf.

Wer regelmäßig Yoga macht und an seiner Balance arbeitet, kommt nach einer Surf-Pause deutlich schneller wieder in den Rhythmus, erfahrungsgemäß braucht es dann oft nur einen Tag, um die Technik wieder abzurufen, statt mehrerer.

Surftechnik im Surfcamp lernen: warum professioneller Unterricht zählt

Surftechnik aus Texten zu lernen ist ein guter Start, aber nichts ersetzt direktes Feedback im Wasser. Im Surfcamp beobachten erfahrene Surflehrer deinen Aufsteh-Ablauf, erkennen schlechte Gewohnheiten im Ansatz und korrigieren sie, bevor sie sich einschleifen. Das spart Wochen des eigenständigen Herumprobierens.

Kleinen Lerngruppen kommt dabei besondere Bedeutung zu: Wer in einer Gruppe von vier bis sechs Personen surft, bekommt echte Einzel-Aufmerksamkeit, der Lehrer sieht jeden Take-Off, jede Liegeposition, jedes Manöver. Genau so baut man saubere Technik auf.

An der französischen Atlantikküste, mit ihren langen Sandstränden, regelmäßigen Wellen und überschaubaren Strömungen, sind die Bedingungen für Anfänger und Fortgeschrittene besonders gut. Weißwasser-Wellen brechen dort gleichmäßig und flach, was das Timing-Training deutlich einfacher macht als an felsigen Küsten.

Ob im Classic Surfcamp mit maximalem Surfunterricht pro Woche oder als Familien-Erlebnis im Family Surfcamp: Die Technik-Progression vom ersten Paddelzug bis zum ersten Cut Back lässt sich in einer einwöchigen Session (jeweils Samstag bis Samstag) deutlich weiter vorantreiben als in vielen Wochen sporadischen Selbst-Surfens. Speziell für erwachsene Einsteiger haben wir außerdem den Guide Surfen lernen als Erwachsener zusammengestellt.

Für alle, die noch mehr über Termine und Angebote wissen wollen: Auf der Termine und Preise-Seite findest du alle Buchungsoptionen für die Saison von Mai bis Oktober.

Termine und Preise ansehen

Häufige Fragen zur Surftechnik


Beim Take-Off paddelst du die Welle an, bis das Brett spürbar Fahrt aufnimmt. Dann legst du beide Hände flach neben die Brust (wie beim Liegestütz), drückst dich nach oben und bringst beide Füße gleichzeitig auf das Brett, vorderer Fuß zeigt quer zur Fahrtrichtung, hinterer Fuß steht quer über dem hinteren Drittel des Boards. Knie leicht gebeugt, Blick in Fahrtrichtung. Das ist der Pop-Up, die effizienteste Take-Off-Technik für die meisten Wellen.


Lieg mit angehobener Brust auf dem Brett, Bauchnabel ungefähr in der Mitte. Tauche den Arm senkrecht ein und ziehe ihn in einem langen S-Bogen bis zur Hüfte durch, abwechselnd links und rechts. Gleichmäßiger Rhythmus ist wichtiger als reine Kraft. Häufigster Fehler: zu kurze, flache Züge, die kaum Vortrieb bringen. Blick bleibt immer geradeaus auf die Welle.


Duck Diving ist eine Technik, um auf kürzeren Surfboards (unter 7 Fuß) unter brechenden Wellen hindurchzutauchen, statt von ihnen zurückgeworfen zu werden. Du drückst die Nose des Boards kurz vor der Welle senkrecht nach unten, tauchst hinter dem Brett her und drückst dann mit Knie oder Fuß das Heck ebenfalls unter. So gleitest du unter der Welle durch und tauchst auf der anderen Seite wieder auf. Für große Anfänger-Softboards eignet sich stattdessen die Turtle Roll.


Mit regelmäßigem Unterricht in kleinen Gruppen steht ein Anfänger meistens nach zwei bis vier Tagen im Weißwasser auf dem Brett. Erste saubere Rides in grünen, ungebrochenen Wellen kommen nach einer kompletten Lernwoche. Surftechnik wie Bottom Turn und Cut Back sind ein Thema für das zweite oder dritte Surf-Erlebnis. Der Schlüssel ist direktes Feedback vom Surflehrer, selbst Probieren dauert deutlich länger.


Regular bedeutet, du surfst mit dem linken Fuß vorne auf dem Brett. Goofy ist das Gegenteil: rechter Fuß vorne. Welcher Stand dein natürlicher ist, lässt sich mit dem Schubser-Test herausfinden, welcher Fuß geht automatisch vor, wenn du leicht angestoßen wirst? Das ist meist dein vorderer Surf-Fuß. Beide Varianten sind gleich gut; es geht nur darum, welche sich stabiler anfühlt.


Die häufigsten: Knie beim Take-Off aufstützen statt beide Füße gleichzeitig zu platzieren, Blick aufs Brett statt in die Fahrtrichtung, zu kurze Paddelzüge, zu frühes oder zu spätes Aufstehen und ein Brett, das zu kurz für das eigene Anfänger-Niveau ist. Außerdem vergessen viele das Warm-Up, dabei sind Schultern und Nacken beim Paddeln extrem beansprucht und brauchen Aufwärmzeit.


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